900.000 Euro Bußgeld wegen unzulässiger Auswertung von Kundendaten

14.11.2022. 11:10

 

Die LfDI Niedersachsen verhängte gegen eine deutsche Bank ein Bußgeld 900 000 Euro, weil sie ohne Rechtsgrundlage die Daten aktueller und früherer Kunden hinsichtlich deren Online-Nutzerverhaltens auswertete.

Die Hannoversche Volksbank hatte mit der Durchführung der Auswertung einen Dienstleister beauftragt und die erhaltenen Ergebnisse mit Informationen einer Wirtschaftsauskunftei verglichen und entsprechend ergänzt. Die Betroffenen waren zwar über die Analyse informiert worden, eine eigentlich erforderliche Einwilligung nach Art. 6 Abs. 1 lit. a) DSGVO wurde jedoch nicht eingeholt. Die Stützung auf ein berichtigtes Interesse nach Art. 6 Abs. 1 lit. f) DSGVO wurde verneint, da die entgegenstehenden Interessen der Betroffenen überwiegen würden. Dass die Bank die Analyseergebnisse wohl nicht verwendet und mit der Aufsichtsbehörde kooperiert hatte, soll sich mildernd auf die Höhe des Bußgelds ausgewirkt haben.

Quelle: RDV 2022, 284

 

 

Das könnte Sie auch interessieren

26 Oktober 2022

Muss mein Unternehmen…

Muss mein Unternehmen Datenschutzaudits durchführen?

Mehr Erfahren
25 Oktober 2022

Bußgeld in Höhe von 525.000…

Bußgeld in Höhe von 525.000 EUR gegen die Tochtergesellschaft eines Berliner E-Commerce-Konzerns

Mehr Erfahren
05 August 2022

1,1 Millionen Euro Bußgeld…

1,1 Millionen Euro Bußgeld gegen Volkswagen u.a wegen fehlender Informatoin nach Art 13 DSGVO bei Forschungsfahrt

Mehr Erfahren
13 Juli 2022

Geldbuße des LfDI Bremen…

Geldbuße des LfDI Bremen gegen die BREBAU GmbH

Mehr Erfahren
30 Juni 2022

Datenschutzkonferenz…

Datenschutzkonferenz (DSK) sieht Gast-Zugang als Voraussetzung für datenschutzkonformen Online-Handel

Mehr Erfahren
04 April 2022

Beschluss der Datenschutzkonferenz…

Beschluss der Datenschutzkonferenz DSK zu Facebook-Fanpages

Mehr Erfahren